SP-Frauen und Politik – Vereinbarkeit von Beruf, Familie, Freizeit! (23.11.09)


Rückblick 2009 – Ausblick 2010!

Was macht die SP-Politik interessant? Was ist attraktiv und genussvoll! Was beschwerlich? Wo sind die Stolpersteine und wo profitiere ich?
Wo könnte mir die SP als Partei helfen? Wo wäre ich auf Unterstützung angewiesen?

  • Annemarie Marbet wird per Ende 2009 als Vorsitzende der SP-Frauen wie als Vizepräsidentin der SP BL aus persönlichen wie gesundheitlichen Gründen zurücktreten. Es war ihr deshalb auch nicht möglich gewesen, im vergangenen Jahr alle vorgesehenen Anlässe zu organisieren.
  • Es wird kein definitiver Entscheid über die Zukunft des SP-Frauen-Forums gefällt.
  • Frauen in der SP: bei den anstehenden Gerichtswahlen bewerben sich doch etliche SP-Frauen – bezahltes Mandat. Aber auch Arbeit im „Hintergrund“, weniger der Kritik und Willkür der Gesellschaft ausgesetzt.
  • Frauen erledigen sehr viel Freiwilligenarbeit. Ungelöst ist beispielsweise „Job and elder care“. Die Pflege der Eltern – Schwiegereltern wird mehrheitlich (90%) von Frauen geleistet (Buch von Cornelia Kazis, runder Tisch in Basel) – Thema soll von AG Alter aufgegriffen werden, z.B. als Vortrag, Diskussionsabend.
  • Frauenrundgang „Eremitage Arlesheim“, ev. gemeinsam mit SP-Frauen BS. Elisabeth Abd'Rabbou wird nach Ostern 2010 an einem Samstag den Rundgang organisieren. Wir hoffen auf rege Beteiligung.

Fazit:

  • Das SP-Frauen-Forum wird vorerst auf Eis gelegt.
  • In der SP GL muss dringend eine aktive, engagierte Frau Einsitz nehmen, damit die frauenspezifischen Interessen adäquat vertreten sind.
  • Forderung bei Umstrukturierung SP Sekretariat: 2. politischer Sekretär ist weiblich.
  • Frauenrundgang „Eremitage Arlesheim“ wird von Elisabeth Abd'Rabbou nach Ostern 2010 organisiert und eingeladen.

Zum Schluss noch folgende Geschichte:

„Remember the Mayonnaise Jar (Denk an das Majonäse-Gefäß)“ nach Thorsten Huhn

Ein Lehrer kam zum Unterricht seiner Philosophieklasse und hatte einige Dinge dabei, die er sorgfältig unter einem Tuch auf seinem Schreibtisch verdeckte. Als die Stunde begann, nahm er ein großes, leeres Majonäse-Gefäß unter der Decke hervor und füllte es mit Tennisbällen. Als das Gefäß voll war, fragte er die Klasse, ob noch etwas hineinpasse. Seine SchülerInnen antworteten mit „Nein!“.

Dann nahm er unter seiner Decke Kieselsteine hervor und füllte sie in das Gefäß, schüttelte es einige Male, und legte so lange die kleinen Steine nach, bis das Gefäß zum Rand voll war. Er stellt seiner Klasse abermals die Frage, ob noch etwas hineinpasse. Die Antwort war auch diesmal „Nein!“.

Schließlich ließ er Sand in die noch offenen Ritzen rieseln, bis das Majonäse-Gefäß keinen Sandkorn mehr aufnehmen konnte. Gleiche Frage an die Klasse, gleiche Antwort.

Und nun nahm der Lehrer eine Kanne mit Wasser und schüttete sie in das Gefäß. Auch das Wasser fand seinen Platz in den Ecken, in denen kein Sandkorn mehr Raum finden konnte. Die Klasse fing an zu lachen.

„Jetzt“, sagte der Lehrer seinen Schülerinnen, „nehmt bitte an, dass das Majonäse-Gefäß euer Leben darstellt. Die Tennisbälle sind die wesentlichen Dinge des Lebens: Eure Familie, Eure Gesundheit, Eure Freunde, Eure Entwicklung, Eure Bildung. Wesentliche Dinge, die, selbst wenn alles andere verloren wäre und sie das einzige wären, was in eurem Leben übrig bliebe, es immer noch ausfüllen würden. Die Kieselsteine sind Dinge wie ein Motorrad und der gut bezahlte (Ferien)Job. Der Sand und das Wasser stellen alles andere dar, was in eurem Leben auftaucht. Der Kleinkram halt. Und was lernen wir daraus?“

Jemand aus der Klasse antwortete: „Es gibt immer Lücken, und wenn man sich wirklich bemüht, hat man doch mehr Platz im Leben.“

„Nein“, sagte der Lehrer, „entscheidend ist etwas anderes: Wenn wir zuerst den Sand eingefüllt hätten, wäre kein Platz für die Tennisbälle geblieben. Das gilt auch für das Leben.“

Annemarie Marbet



SP-Frauen Lunch (28.4.09)


Liebe Frauen

Gerne lade ich euch zum nächsten Frauenlunch ein. Wir treffen uns am

Dienstag, 19. Mai 2009, 12.15 - 13.45 Uhr,  im Restaurant Train bleu,
vis-à-vis Bahnhof Basel SBB.

Gast: Eva Chappuis, Landrätin

Wir diskutieren mit ihr als die Fachperson in Bildungsfragen über den
"Bildungsraum Nordwestschweiz"
Eckpunkte, Stärken und Schwächen, Vor- und Nachteile für die Kinder und Lehrpersonen, Zeitrahmen etc.

Ich freue mich, viele begrüssen zu dürfen und auf interessante Diskussionen.



Freundliche Grüsse

Annemarie Marbet
Vizepräsidentin SP BL, Vorsitzende SP Frauen BL






Jahresbericht 2008 (22.2.09)


Im Zentrum des Gleichstellungsjahres 2008 stand für die SP Frauen die bravourös gewonnene Abstimmung für die Beibehaltung der Fachstelle für Gleichstellung. Viele haben sich im persönlichen Umfeld, aber auch öffentlich wie im überparteilichen Komitee positioniert und eingesetzt. Die Wählerinnen und Wähler haben sich klar für die Fachstelle als Kompetenzzentrum ausgesprochen. Gleichzeitig ist vielen bewusst geworden, dass Gleichstellung leider noch nicht selbstverständlich ist und dass alle einen persönlichen Einsatz dafür leisten müss(t)en, manchmal auch innerhalb der SP.

Das SP Frauen Forum hat sich 2008 weiter für folgende Themen befasst und öffentlich vernehmen lassen:
- Lohngleichheit für Frau und Mann
- ÖV – frauen- und familiengerecht
- Nein zur Privatschulinitiative - Ja zur guten Schule Baselland
-
Erhöhung des Beitrags an die Eltern bei einem Privatschulbesuch
- Ja zum flexiblen Rentenalter
- Finanzen – Frauenquoten in Leitungsgremien
- Frauenkandidaturen in kantonalen Kommissionen

Sorge bereitet mir als Vorsitzende die relativ dünne Personaldecke der SP Frauen. Ich weiss, dass neben Beruf und Familie ein politisches, aktives Engagement schwierig ist. Trotzdem, die Väter können es auch! Ich ermuntere alle Frauen, in ein Amt einzusteigen oder auch dranzubleiben, mitzugestalten, Verantwortung zu übernehmen. Politik ist lustvolle Arbeit, bereichert uns als Mensch und lässt uns in vielen Themen vertieft Einblick nehmen. Bei Problemen hilft oft ein Erfahrungsaustausch unter Frauen in gleichen Ämtern. Deshalb werden wir im 2009 das Netzwerk der Frauen weiter ausbauen und beleben.

Annemarie Marbet, Vorsitzende des SP-Frauen Forums





SP-Frauen-Lunch (10.2.09)


Pia Fankhauser, Landrätin, Mitglied Gesundheitskommission:
Neubau des Bruderholzspital mit der gemeinsamen Geriatrie beider Basel aus SP-Frauen – Sicht.


  • Positiv, dass Geriatrie ins Bruderholz nicht ins Privatspital Bethesda kommt, da Spitex (Gemeindezuständigkeit) und Geriatrie in enger Zusammenarbeit stehen. Diese Zusammenarbeit wäre mit einem Privatspital in Basel schwierig gewesen.

  • Bei der Spitalplanung soll nicht Objekt orientiert geplant werden, sondern vom Subjekt ausgehend.

  • Pflege ist weiblich, sowohl die Mitarbeitenden wie die meisten Patientinnen. Das Knowhow der Frauen zählt gleichviel wie Finanzen, Anzahl Betten.

  • Es sind bereits in der Planungsphase unbedingt Pflegefachfrauen (-leute) als Expertinnen beizuziehen, ebenso Frauen, die gepflegt werden.

  • Pflegende brauchen Licht, Luft, Platz ......

  • Kooperationen mit Nutzerinnen eingehen, jetzt im Frühstadium.



Quoten und Teilzeitstellen! (27.01.09)


Medienmitteilung

SP Frauen fordern:
-Quoten in Führungsgremien und Verwaltungsräten
-Kein Abbau bei Teilzeitstellen



Die SP Frauen zeigen sich besorgt, dass sich die Finanzkrise besonders negativ auf die Frauen auswirken wird. Sie tragen den Verlust paritätisch mit, während der Gewinn unter den Männern im Management verteilt wurde. 

Die SP-Frauen fordern deshalb, dass Verwaltungsräte und Führungsgremien von Finanzinstituten und Unternehmen wie in der kantonalen Verwaltung endlich mit gleich vielen Frauen wie Männern besetzt werden. Heute ist nur knapp jede 10. Person in einer Unternehmensleitung eine Frau. Dabei garantieren Managerinnen rund 10 Prozent bessere Renditen und 48 Prozent höhere Margen als der Branchendurchschnitt. Denn Frauen sind gewohnt, mit kleinen Budgets zu haushalten, da sie mit weniger auskommen müssen. Sie pflegen generell den nachhaltigeren Umgang mit Finanzen. Das belegt die McKinsey-Studie „Women matter“ (2007).

Den Frauen den Weg zur Unternehmensspitze zu versagen, ist also nicht nur eine unternehmerische Dummheit, sondern auch volkswirtschaftlich fatal, wie die gegenwärtige Finanzkrise zeigt. Deshalb braucht es endlich die verbindliche Geschlechterquote im Management jedes Unternehmens und in Verwaltungsräten.

Die SP-Frauen fordern zudem, dass in der Rezession Teilzeitstellen erhalten bleiben resp. neue geschaffen werden. Frauen beweisen, dass sie sich flexibel den Bedürfnissen des Arbeitsmarkts anpassen. Ein Modell bei Arbeitsknappheit kann deshalb Teilzeitarbeit auch für mehr Männer bedeuten.



Kontaktperson: Annemarie Marbet, Vizepräsidentin SP BL,
Vorsitzende SP Frauen, Tel. G 061 401 51 58, 079 245 26 16.